Franz - Josef Hanke

a k t i v

Franz-Josef Hanke engagiert sich in verschiedenen Vereinen und Verbänden. Schon als Schüler führte er - gemeinsam mit Mitschülern - ehrenamtlich Aktionen für die Deutsche Welthungerhilfe und Amnesty International (AI) durch. Wegen ihres vorbildlichen Einsatzes lud der damalige Bundespräsident Dr. Gustav Heinemann die Schülergruppe in die Villa Hammerschmidt ein.
1979 gründete Hanke gemeinsam mit anderen Kommilitonen des Fachbereichs Rechtswissenschaften der Philipps-Universität die undogmatische Fachschaftsgruppe "Das Plenum". 1981 setzte er beim Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AStA) die Einrichtung eines Friedensreferats durch, dessen erster Referent er auch wurde.
Die Grün-Bunt-Alternative Liste (GBAL) vertrat er je ein Jahr lang im Studierendenparlament und im Konvent der Philipps-Universität. Außerdem gehört er auch der Fachschaft Jura an.
1981 schloss sich Hanke der neu gegründeten Partei "Die Grünen" an. Im Vorfeld der hessischen Landtagswahl 1982 arbeitete er in der Landesprogrammkommission der Grünen Hessen mit an der Erstellung des Parteiprogramms. Von 1982 bis 1984 gehörte er dem Landesvorstand der Partei an. Ein halbes Jahr amtierte er dabei im Rotationsverfahren auch als Landesvorsitzender.
Sein Themenschwerpunkt war die Friedenspolitik. So nahm er zwischen 1982 und 1984 an Sitzungen des Koordinationsausschusses der Friedensbewegung (KA) in Bonn teil und organisierte als Vertreter der Grünen Hessen 1983 und 1984 Aktionen zum "Fulda Gap". Im Vorfeld reiste er als Vertreter der Grünen Hessen zu Vorträgen nach Lyon und Grenoble sowie für die Grüne Bundestagsfraktion in die Vereinigten Staaten von Amerika (USA).
Im Herbst 1986 wurde Hanke Vorsitzender des HU-Ortsverbands Marburg. Seit 2005 koordiniert Hanke die Arbeit des Arbeitskreises "Erwerbslosigkeit und Soziale Bürgerrechte (ESBR) des HU-Ortsverbands Marburg. In diesem Zusammenhang regte er auch die Vergabe des Marburger Leuchtfeuers für Soziale Bürgerrechte an, das die HU Marburg seit 2005 mit Unterstützung der Universitätsstadt Marburg jedes Jahr für herausragende Leistungen für die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verleiht.
Von 1999 bis 2001 sowie von 2005 bis 2009 gehörte Hanke außerdem dem Bundesvorstand der Humanistischen Union (HU) an. Von 2002 bis 2009 war er zudem ehrenamtlicher Landessprecher der HU Hessen.
2008 regte er die Gründung des bundesweiten HU-Arbeitskreises "Soziale Grundrechte" (AKSG) an. 2013 übernahm Hanke gemeinsam mit dem Gießener Rechtsanwalt Tronje Döhmer die Koordination des neu gegründeten bundesweiten HU-Arbeitskreises "Psychiatrie".
1983 gründete er mit Datenschutz-Befürwortern - großenteils aus der Humanistischen Union - die Marburger Initiative gegen den Überwachungsstaat (MIgÜSt). Sie trug 1983 und 1987 den Volkszählungsboykott und war maßgeblich am Zustandekommen des "Volkszählungsurteils" des Bundesverfassungsgerichts beteiligt. Im Zuge der NSA-Affäre hat Hanke diese Initiative gemeinsam mit anderen im Sommer 2013 wieder reaktiviert.
Parallel dazu schloss er sich ebenfalls 2013 der Kampagne Ausgeschnüffelt der Humanistischen Union zur Abschaffung des Verfassungsschutzes an. Sein Engagement und das der vielen anderen Bürger in Organisationen der sogenannten "Zivilgesellschaft" betrachtet er als den einzig wirksamen und demokratischen Verfassungsschutz.
Deswegen hat er sich auch bei der Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung Geheimdienste vor Gericht von Amnesty International (AI) des Chaos Computer-Clubs (CCC) und der Humanistischen Union am 21. und 22. Oktober 2016 in Berlin engagiert. Für das Geheimdiensttribunal hat er Workshops zu Berufsverboten und zum Einsatz von V-Leuten durch den sogenannten "Verfassungsschutz" organisiert.
1986 beteiligte sich Hanke an der Gründung des VCD-Kreisverbands Marburg und wurde dessen Vorsitzender. Auch im Landesvorstand des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) war Hanke aktiv. Zudem war er Gründungsmitglied des VCD-Fachausschusses Behinderte.
Zwischen 1986 und 1992 setzte sich Hanke für die Einführung von Niederflurbussen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ein. Trotz anfänglichen Widerstands dagegen schwenkten der Verband Öffentlicher Verkehrsbetriebe (VÖV) und der Omnibushersteller Daimler-Benz 1991 schließlich auf die Niederflurtechnik als barrierefreies Angebot für Alle um, nachdem Neoplan und MAN vorher schon Niderflurfahrzeuge auf den Markt gebracht hatten.
1998 gründete Hanke mit anderen Bus-Enthusiasten die Omnibusfreunde Marburg (OFM), deren Vorstand er bis Sommer 2002 angehörte. In dieser Funktion rief er im Februar 2000 die Arbeitsgemeinschaft deutsche historische Omnibusse und -clubs (AdhOC) ins Leben.
Seit 1988 engagiert sich der Journalist in der Deutschen Journalisten-Union (DJU). Zwischen 1988 und 1999 gehörte er dem Vorstand der DJU-Ortsgruppe Marburg an. 1990 bis 1999 war er ihr Vorsitzender.
Von 1991 bis 2008 gehörte Hanke dem Landesvorstand der DJU Hessen an. Von 1992 bis 2007 war er Mitglied des dju - Bundesvorstands.
Darüber hinaus wurde der Freie Journalist 1998 zum ehrenamtlichen Vorsitzenden der "Bundeskommission Freie" (BKF) der Industriegewerkschaft Medien, Druck und Papier, Publizistik und Kunst gewählt. In dieser Funktion gehörte er auch dem Hauptvorstand der IG Medien an. Mit der Fusion zur Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) im Frühjahr 2001 übernahm Hanke zunächst auch den Vorsitz ihrer "Bundeskommission Freie und Selbständige" (BKFS). In dieser Funktion war er kurzzeitig auch Mitglied des ver.di-Gewerkschaftsrats. 2002 schied er aus seinen Funktionen in der Freien-Vertretung von ver.di aus.
Von ihrer Gründung im Jahr 1989 bis 2004 arbeitete Hanke im Leitungsteam der Fachgruppe "Medien" im Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) mit. Während dieser Zeit vertrat er die Fachgruppe auch im Arbeitsausschuss des DVBS.
Mit Jens Bertrams, Dr. Eckart Fuchs und weiteren Mitstreitern gründete Hanke 1998 den Arbeitskreis Barrierefreies Internet (AKBI) . Für einen uneingeschränkten Zugang aller Userinnen und User zur Information engagiert sich der blinde Journalist seit Februar 2002 als Vorstandsmitglied und seit Oktober 2011 als Vorsitzender des AKBI.
Den AKBI vertrat er von Beginn im Jahr 2004 bis zur Auflösung des Projekts im April 2010 auch im Aktionsbündnis barrierefreie Informationstechnik (ABI). Hanke gehörte die gesamte Zeit seines Bestehens über auch dem Fachlichen Beirat des BIENE -Wettbewerbs zur Auszeichnung vorbildlich barrierefreier Internet-Auftritte an.
In den Jahren 1999 und 2000 begleitete Hanke den Prozess zur Namensänderung der "Aktion Sorgenkind" (AS). Seit März 2000 firmiert sie unter dem Namen Aktion Mensch (AM). Zeitweilig gehörte er auch dem Fachbeirat ihres Familienratgebers an.
Ebenso engagierte der blinde Journalist sich in der bundesweiten "Aktion Grundgesetz". Ihr Einsatz führte 1994 zur Verankerung des Artikels 3 Absatz 3 Satz 3 im Grundgesetz: "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden".
2012 gründete Hanke gemeinsam mit Freunden und Mitstreitern das Durchblicker-Kabarett. In unterschidlichen Besetzungen hat die Kabarettgruppe verschiedene Programme öffentlich aufgeführt.
Als gelegentlicher Hörer der Sendung "2254 - Nachtgespräche im Radio" beim Deutschlandradio Kultur hat Hanke am 20. Juni 2014 die Petition "Rettet 2254" gegen die Streichung dieser Sendung aus dem Programm mit auf den Weg gebracht. Im Funkhaus des Deutschlandradios am Berliner Hans-Rosenthal-Platz hat Hanke mit anderen Petenten am 11. September 2014 insgesamt 3.427 Unterschriften an den Intendanten Willi Steul und den Hörfunkrats-Vorsitzenden Frank Schildt übergeben. Erfolg hatte diese Hörerinitiative leider nicht.
Für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement hat Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler Hanke 2005 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Bundesverdienstordens ausgezeichnet. Damit folgt der gebürtige Bonner einer Familientradition, denn schon sein Vater hatte die gleiche Auszeichnung erhalten, während sein Großvater den päpstlichen Orden "Pro Ecclesia et Pontefice" besaß.
Für Hanke ist politisches und gesellschaftliches Engagement genauso eine Lebensaufgabe wie das Schreiben: "Die Freude am Formulieren und einer eleganten Sprache verbindet sich beim Journalismus auf geradezu ideale Weise mit meiner Neugier auf politische und soziale Vorgänge sowie auf vielfältige Kontakte zu Menschen."

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